Wie verkauft man seine alte Schlumpfsammlung

Seit wir im Internet vertreten sind, bekommen wir immer wieder Mails von Leuten die zuhause alte Schlümpfe rumliegen haben und diese verkaufen wollen.

Mein Tip an alle die ihre Schlumpfsammlung verkaufen wollen:

Am einfachsten ist es zu einem Sammlerfigurenhändler zu gehen und dem die Schlümpfe zu verkaufen. Allerdings gibt's davon nicht allzu viele und man bekommt auch nicht viel für seine Schlümpfe (Ich schätze mal 1/4 der Preise die im neuen Smörfers/Gaschers Katalog stehen), denn die Händler müssen eine recht hohe Handelsspanne für sich einkalkulieren, damit sich das Geschäft für sie rentiert.

Ausserdem können die meisten Händler nur Schlümpfe in sehr gutem Zustand brauchen.

Bis vor kurzem war klar, dass Privatpersonen, für Ihre Schlümpfe am meisten bekommen, wenn sie sie bei EBAY versteigern.

Derzeit würde ich jedoch eher davor abraten, alte Schlumpfsammlungen bei Ebay zu verkaufen, denn das tun momentan viel zu viele und dadurch sind die Preise für "Standardschlümpfe" (d.h. die weniger seltenen die typischerweise in alten Kinderspielzeugsammlungen vorkommen) total im Keller. Man hat manchmal das Gefühl da sind mehr Verkäufer als Käufer bei Ebay. Wer das Geld nicht unbedingt sofort braucht, sollte besser abwarten, bis der Trend, dass so viele Leute versuchen ihre alten Kinderspielsachen bei Ebay zu verscherbeln, wieder vorbei ist. Dann werden sich wohl auch die Preise wieder normalisieren.

Nur wirklich seltene Schlümpfe erzielen bei Ebay derzeit noch gute Preise.

Wenn Ihr dennoch Schlümpfe bei Ebay verkaufen wollt, dann macht euch ein Konto bei www.ebay.de und stellt dort Euere Sammlung zum Verkauf ein. Lest Euch da vorher rein, wie dieses Auktionshaus funktioniert. Es ist zwar 1-2 Stunden Aufwand, bis man ein Konto hat und sich dort auskennt (wenn man vorher noch nie etwas mit Online-Auktionshäusern zu tun gehabt hat), aber wenn man eine grosse Sammlung zu verkaufen hat, ist es das wert. Und man kann sein Ebay Konto ja nicht nur für Schlumpfverkäufer sondern auch für andere Ver- und Einkäufe von Waren aller Art verwenden.

Macht blos nicht den KAPTIALFEHLER jeden Schlumpf als eine eigene Auktion reinzustellen. Das rentiert sich bei den hohen Einstellgebühren die Ebay verlangt, nur wenn es wirklich seltene Stücke sind (und davon gibt es wenige). Ihr werdet Euch sonst grün und blau ärgern wenn ihr fast nichts für Euere Schlümpfe bekommt und dennoch viel an Ebay zahlen müsst.

Was viele Verkäufer nicht bedenken, ist dass die Käufer ja immer die Portokosten dazurechen müssen und die können bei einem einzelnen Schlumpf schon höher sein als sein Kaufpreis, deswegen bekommt man keine hohen Gebote.

Stellt entweder alle Schlümpfe als eine einzige Auktion ein oder macht Gruppen von mindestens 10 Schlümpfen pro Auktion draus.

Wenn Ihr alles als eine Auktion einstellt, habt ihr natürlich am wenigsten Arbeit und da könnt Ihr ganz sicher sein, dass nicht nur Schlumpfsammler darauf bieten, sondern auch Händler. Es gibt nämlich bei Ebay jede Menge Hobby-Händler und auch viele professionellen Händler (wie Smörfers) haben auch Ebay Konten und steigern da öfters mit.

Als Startpreis am besten 1 Euro. Dann kostet das Ganze "nur" 25 Cent Einstellgebühr bei Ebay. Das Risiko, dass die Schlümpfe dann unter Ihrem gängigen Ebay-Wert versteigert werden, ist minimal, denn alleine die vielen (Hobby-)Händler die bei Ebay regelmässig mitbieten, garantieren dass für seltene und wertvolle Stücke ein ordentlicher Preis erzielt wird. Bei Standardschlümpfen dürft ihr Euch, wie gesagt, aber nicht zu viel erwarten.

Wenn ihr Euch sagt, Ihr wollt die Sammlung nur verkaufen wenn Ihr mindestens so und soviel Euro dafür bekommt, dann nehmt eben diesen Preis als Startpreis. Das Risiko dass Ihr dann Ebay-Gebühren zahlt, ohne die Sammlung zu verkaufen, ist allerdings wesentlich grösser, aber vielleicht ist es Euch das wert. Das muss jeder für sich selbst abwägen.

Aber nochmal - bitte nicht unrealistisch sein und die Katalogpreise erwarten - 95% der Schlümpfe die Privatleute daheim so rumliegen haben, sind "Standardschlümpfe". Also absolut nicht selten und daher bei Auktionen (wo ja Angebot und Nachfrage so direkt zusammen treffen wie nirgendwo anders) kaum etwas wert. Ihr könnt grob damit rechnen, dass ihr pro Schlumpf (in durschschnittlichem Zustand) 1-2 Euro bekommen werdet. Nur wenn wirklich seltene Stücke drunter sind, dann kann der Preis auch bedeutend weiter raufgehen.

Der Zustand der Schlümpfe ist auch sehr entscheidend für den Preis. Wenn Ihr Schlümpfe in wirklich gutem Zustand habt, dann schreibt das auch dazu. Dann bekommt ihr im Normalfall mehr dafür.

Sehr wichtig:
Niemand kauft um viel Geld die Katze im Sack. Idealerweise macht man ein
(oder mehrere) Digitalfotos und stellt die bei der Auktion ein. Wenn es sich um grosse Sammlungen handelt, dann sollte man die Fotos auch im XXL-Format einstellen, damit potentielle Käufer dort auch jeden Schlumpf erkennen können. Schlumpfsammler erkennen so auch die seltenen Schlümpfe oder seltenen Farbvarianten auf den Fotos. Also müsst ihr Euch gar nicht die Mühe machen in Erfahrung zu bringen was Euere Sammlung überhaupt wert ist. Wenn ihr sie bei Ebay mit Foto(s) auf denen man alle Schlümpfe erkennen kann einstellt, dann könnt ihr davon ausgehen - das was am Ende drauf geboten wird, ist das was die Sammlung wert ist.

Wichtig ist auch, dass ihr es in der richtigen Kategorie einstellt, nämlich:
Sammeln & Seltenes:Figuren:Figuren & Merchandising:Schlümpfe

Wer keine Digitalkamera hat - man kann Schlümpfe auch in einen Flachbrettscanner legen. Die Qualität dieser Scans ist meist erstaunlich gut (oft sogar besser wie ein Foto).

Ein Beispiel für eine vorbildlich eingestelle Auktion seht ihr hier als PDF (Adobe Acrobat) Bild. (Solange die Auktion online war konnte man auf die mit XXL bezeichneten Links klicken und sieht das Bild dann gross, sodass der geschulte Sammler oder Händler jeden einzelnen Schlumpf und jede Variante davon erkennen kann.)

Wer eine Homepage oder irgendwo Web-Speicherplatz hat, kann sich auch die Zusatzkosten die Ebay für die XXL-Bilder verlangt, sparen und einfach in den Text der Auktion die Links zu diesen Bildern reinschreiben.

Wer weder Digitalkamera noch Fotoapparat hat, tut sich natürlich etwas schwerer. Da ist es dann wohl nötig eine Liste mit Schlumpfnamen und Bestellnummern zu erstellen und diese der Auktion hinzuzufügen. Das Problem dabei ist, dass es jeden Tag hunterte von neuen Auktionen mit Schlümpfen gibt, daher werden Auktionen ohne Bilder oft gar nicht beachtet. Zudem können ohne Foto potentielle Käufer keine seltenen Farbvarianten erkennt und sich auch kein Bild über den Zustand der Schlümpfe machen. Das trifft übrigens auch zu wenn die Fotos zu klein sind.

Eine andere Möglichkeit sich die Ebay-Gebühren für die XXL-Bilder zu sparen ist, wenn ihr in den Auktionstext reinschreibt "grössere Bilder gibts auf Anfrage per Mail". Aber wenn ihr das macht, rechnet schon mal damit, dass jede Menge Mails mit grossen Bilder verschicken müsst.

Es ist sehr wichtig dass ihr den Zustand der Schlümpfe wahrheitsgetreu angebt (Z.B. 200 Schlümpfe - davon 70 in neuwertigem Zusatand, 60 mit kleineren Farbabrieben, 60 mit grösseren Farbabrieben und 10 Schlümpfe bei denen was fehlt.)

Mängel zu verschweigen ist nicht nur absolut unfair, Ihr müsst auch bedenken - wenn ihr über ein Auktionshaus verkauft, dann kommt ein rechtsgültiger Kaufvertrag zustande. Ihr akzepiert bei der Ebay-Anmeldung deren Geschäftsbedingungen und die besagen, dass man einen Artikel 100% wahrheitsgetreu beschreiben muss und über Mängel Auskunft geben muss. Wenn ihr das nicht tut, dann könnt ihr groben Ärger bekommen. Im Extremfall kann das auch zur Anzeige führen.

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